Verträglichkeit
Zebrafinken sind äußerst gesellige und friedfertige Vögel, die sowohl untereinander als auch mit anderen Vogelarten sehr gut vertragen.
Statt als Einzeltiere oder Paare sollte man diese Vögel lieber in kleinen Gruppen halten.
Unterbringung
Man kann Zebrafinken problemlos sowohl in Außen- als auch in Zimmervolieren oder (Brut-)Käfigen pflegen. Eine Bepflanzung wird überaus geschätzt, ist aber nicht unbedingt erforderlich.
Haltungstemperatur
Diese äußerst beliebten australischen Vögel sind sehr robust und können ohne weiteres in einer Außenvoliere überwintern, sofern sie sich in ihr Schlafnest in einem gut isolierten, frostsicheren Schlag zurückziehen können.
Verhalten
Zebrafinken sind sehr aktive und keineswegs scheue Vögel. Sie nutzen alle Bereiche der Voliere und sind häufig am Boden zu finden, wo sie eifrig nach Futter scharren. Außerdem baden sie gerne in einer Schale, die man auf ein Podest oder direkt auf den Boden der Voliere stellen kann. Sie gehören zu den so genannten „Nestschläfern“, verbringen die Nacht also nicht auf Sitzstangen oder Zweigen, sondern in einem Nest. Wenn man an verschiedenen Stellen der Voliere Nistkästen aufhängt, können die Vögel selbst ihre Wahl treffen.
Fütterung
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für das Wohlergehen Ihrer Spitzschwanzdamadine. Exoten Futtermischungen, als Hauptnahrung erfüllt alle Anforderungen. Für die abwechslungsreiche Ernährung ist es notwendig, dass Sie Ihrer Spitzschwanzamadine zusätzlich zum regulären Körnerfutter, Grünzeug, Leckerbissen und anderes für eine ausgewogene Ernährung anbieten.
Hauptfutter:
Pro Tier 1 EL pro Tag |
Exotenfutter:
Die Grundmischung für Spitzschwanzamadinen besteht aus kleinen relativ weichen Sämereien wie Senegal-, Mohar-, Manna-, Japan-, Silber- und Kolbenhirse, mit Glanz- und Negersaat, die mit Wildsämereien angereichert ist. Wenn möglich sollten sie auch Sämereien der Zuckergrases oder andere unreife und reife Sämereien erhalten. |
Keimfutter: |
z. B. Großsittich Keim- und Quellfutter. |
Grünfutter: |
Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen, aber auch Gurkenscheiben. |
Tierisches Eiweiss: |
Tierisches Eiweiss in Form von Fluginsekten, frisch gehäuteter Mehlwürmern sowie ei- bzw. insektenhaltiges Weichfutter sollten Sie hin und wieder ruhig anbieten. |
Knabbereien |
Kolbenhirse und Exotenknabberstangen (aber bitte diese bei der täglichen Futtermenge berücksichtigen und nicht täglich verfüttern). |
Trinkwasser |
Täglich frisches Trinkwasser anbieten (bei grosser Hitze oder starker Verschmutzung auch öfter)! |
Zusatzfutter: |
Kalk- und Magengrit sollte immer zur Verfügung stehen. |
Zucht
Zebrafinken sind für ihre große Fruchtbarkeit bekannt. Sie vermehren sich in Zuchtkäfigen und Außen- oder Zimmervolieren gleich gut. Wenn man – was prinzipiell nur zu empfehlen ist – mehrere Paare hält, muss man dafür sorgen, dass genügend Nistkästen vorhanden sind: es kommt nämlich zwischen den Vögeln gelegentlich zum Streit, wenn mehrere Paare den gleichen Nistkasten auswählen. Geeignete Kästen sollten eine Kantenlänge von gut 10 cm aufweisen. Geschlossene, halb offene und Gittermodelle werden gleich gern angenommen. Beim Bau des Nestes finden verschiedene Materialien wie Sisal- und Kokosfasern Verwendung: Man kann mit 4-6 hellgrünen Eiern rechnen. Die Jungvögel schlüpfen nach 12-13 Tagen aus dem Ei. Sie werden mit allerlei Samen und Weichfutter versorgt. Auch kleine tierische Nahrung wird gern angenommen. Die Jungvögel fliegen mit ungefähr drei Wochen aus, werden aber noch 1-2 Wochen von den Alten gefüttert und bewacht. Mit 2-3 Monaten zeigen sich die Farben der Erwachsenen. Sie werden rasch fortpflanzungsfähig, doch sollte man die Geschlechter getrennt halten, bis die Tiere wenigstens neun Monate alt sind. Wenn man mit zu jungen Vögeln züchtet, gibt es oft Probleme. Gesunde Zuchtpaare können in einer Saison ohne weiteres drei bis vier Bruten aufziehen; da dies die Eltern aber sehr stark mitnehmt, sollte man nach dem dritten Gelege alle Nistkästen entfernen.
Mutationen
Von dieser Art gibt es zahllose Farbschläge. Die Wildform des Zebrafinken ist grau. Von ihr stammt etwa die braune Variante ab. Zu den übrigen Mutationen zählen graue und braune „Bleichrücken“, Braun-, Schwarz- und Grauwangen, Schwarz- und Braunmasken, Grau-/Braunpastell, Weiß-, Schwarz- und Orangebrüstchen sowie Kombinationen dieser Typen. Ferner sieht man auf Ausstellungen oft die Farbschläge „Phaeo“, rein weiß, isabellfarben, „bunt“ und „gezeichnet“. Sie alle sind als Standards festgelegt, anhand derer die Vögel auf Ausstellungen bewertet werden. Es gibt auch Haubenzebrafinken. Man sollte diese Tiere allerdings nicht miteinander verpaaren, da das für dieses Merkmal verantwortliche Gen in homozygoter Form tödlich wirkt: Ein Teil der Jungen stirbt bei dieser Konstellation bereits im Ei ab. Der „Hauben-Faktor“ ist gegenüber der normalen Kopfbefiederung dominant: aus der Verpaarung von Hauben-Zebrafinken und „normalen“ Tieren gehen zu ungefähr 50 % Nachkommen mit Schöpfen hervor.
Besonderheiten
Zebrafinken eignen sich als Art sehr gut für Neulinge in der Vogelhaltung, da sie nur sehr geringe Ansprüche stellen. Von dieser Spezies gibt es derart viele unterschiedliche Farb- und Zeichnungsmuster, dass jeder sicher eine ihm zusagende Variante findet. Wer sich für einen der ausgefalleneren Farbschläge interessiert, sollte am besten Kontakt mit dem nächstgelegenen Züchterverband aufnehmen. Wirklich ausstellungstaugliche Vögel bekommt man in Zoohandlungen nur selten zusehen.
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