chin. Zwergwachtel

Coturnix chinensis

Paarhaltung

Klasse Vögel
Ordnung Hühnervogel
Unterordnung  
Familie Fasanenartige
Gattung Erdwachteln
Art Zwergwachtel

Verbreitungsgebiet
Südostasien und Australien

Grösse
Ungefähr 12 bis 13 cm

Lebenserwartung
7 - 10 Jahre

Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter sind bei wildfarbenen Tieren schon auf den ersten Blick zu unterscheiden: der Hahn weist eine deutliche weiße Kielzeichnung auf.

Verträglichkeit
Die Chinesische Zwergwachtel geht in der Voliere ihren eigenen Weg und läßt Mitbewohner in Ruhe. Da die Hähne dieser Art überaus vital sind, empfiehlt es sich, ihnen statt einer besser mehrere Hennen zuzugesellen: sie stellen den Letzteren namentlich auf begrenztem Raum unablässig nach. Da sich die Hähne zur Paarungszeit sehr territorial verhalten und die Umgebung des Nestes und der Jungen wütend verteidigen, sollte man sie besser nicht zusammen mit anderen Bodenbewohnern pflegen. Es gibt allerdings auch Tiere, die ihre Vaterpflichten vernachlässigen und sich gegenüber Weibchen und Jungen aggressiv gebärden. Solche Tiere trennt man besser von den anderen. Das genannte Verhalten ist im Übrigen oft Folge der Überbevölkerung eines zu kleinen Geheges.

Unterbringung
Chinesische Zwergwachteln fühlen sich in jedem Gehege zu Hause, wenn sie nur etwas zu scharren haben. Sie eignen sich besonders gut als Bodenbewohner großer Volieren mit Prachtfinken. Sie stellen nur geringe Ansprüche, benötigen aber unbedingt einige Pflanzen als Deckung.

Haltungstemperatur
Chinesische Zwergwachteln sind sehr robuste Vögel. Sie stellen keine großen Ansprüche an die Haltungstemperatur, brauchen jedoch für die kühlen Herbst- und Wintermonate als Deckung eine bepflanzte Ecke und einen windgeschützten, trockenen und frostfreien Unterschlupf für die Nacht.

Verhalten
Chinesische Zwergwachteln sind gesellige, lebhafte Laufvögel, die fast unablässig rastlos am Boden der Voliere umherhuschen und dort eifrig nach Nahrung scharren. Sie nehmen zur Pflege ihres Gefieders gerne regelmäßig Sandbäder. Dafür eignen sich mit feinem, lockerem Sand gefüllte Schalen. Wechseln Sie den Inhalt aber nach dem „Bad“ aus, damit er nicht zu sehr durch Exkremente verunreinigt wird!

Fütterung
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für das Wohlergehen Ihrer Spitzschwanzdamadine. Exoten Futtermischungen, als Hauptnahrung erfüllt alle Anforderungen. Für die abwechslungsreiche Ernährung ist es notwendig, dass Sie Ihrer Spitzschwanzamadine zusätzlich zum regulären Körnerfutter, Grünzeug, Leckerbissen und anderes für eine ausgewogene Ernährung anbieten.

Hauptfutter:

Pro Tier 1 EL pro Tag

Exotenfutter:

Die Grundmischung für Spitzschwanzamadinen besteht aus kleinen relativ weichen Sämereien wie Senegal-, Mohar-, Manna-, Japan-, Silber- und Kolbenhirse, mit Glanz- und Negersaat, die mit Wildsämereien angereichert ist. Wenn möglich sollten sie auch Sämereien der Zuckergrases oder andere unreife und reife Sämereien erhalten.

Keimfutter:

z. B. Großsittich Keim- und Quellfutter.

Grünfutter:

Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen, aber auch Gurkenscheiben.

Tierisches Eiweiss:

Tierisches Eiweiss in Form von Fluginsekten, frisch gehäuteter Mehlwürmern sowie ei- bzw. insektenhaltiges Weichfutter sollten Sie hin und wieder ruhig anbieten.

Knabbereien

Kolbenhirse und Exotenknabberstangen (aber bitte diese bei der täglichen Futtermenge berücksichtigen und nicht täglich verfüttern).

Trinkwasser

Täglich frisches Trinkwasser anbieten (bei grosser Hitze oder starker Verschmutzung auch öfter)!

Zusatzfutter:

Kalk- und Magengrit sollte immer zur Verfügung stehen.

Zucht
Chinesische Zwergwachteln lassen sich verhältnismäßig einfach nachzüchten. Das Weibchen legt seine Eier in eine flache Kuhle am Boden der Voliere, am liebsten an einer gut geschützten Stelle unter einem Strauch. Man kann im Schnitt mit 8 bis 10 (oder auch mehr) Eiern rechnen. Sie werden von der Henne in 16 – 18 Tagen ausgebrütet. Die Jungen sind Nestflüchter: sie folgen sofort der Mutter und picken selbständig Nahrung auf. Sie brauchen auch Trinkwasser, aber weil sie in einem normalen Trinknapf leicht ertrinken könnten, sollte man ihnen besser eine flache Schale anbieten, deren Inhalt täglich erneuert wird. Der Hahn bleibt die ganze Zeit über bei der Henne, patrouilliert um das Nest und verjagt allzu neugierige „Kiebitze“. Im Alter von ungefähr 4 Wochen können die Jungen schon für sich selbst sorgen, doch sollte man sie zur Sicherheit noch weitere 4 Wochen bei den Eltern belassen.
Obwohl ein gutes Zuchtpaar ohne weiteres pro Saison zwei bis drei Gelege absetzen und großzuziehen vermag, kann es vorkommen, dass die Henne nicht brütet: sie legt die Eier ohne System ab und kümmert sich nicht weiter darum. Manchmal reicht es dann aus, die Eier einzusammeln und unter einem Strauch in eine flache Kuhle zu betten; wenn das keinen Erfolg hat, kann man sie auch in einer Brutmaschine zeitigen. Die Jungwachteln lassen sich mit Kleinfutter (bspw. Insekten, tropische Sämereien und Weichfutter) aufziehen.
In den ersten Lebenswochen kann man den Jungen unter einer Rubinglas-Heizlampe zusätzliche Wärme spenden; um sie an die normale Umgebungstemperatur zu gewöhnen, hängt man die Lampe schrittweise immer höher auf.

Mutationen
Es sind verschiedene Mutationen bekannt, die sich unter anderem in einer anderen Zeichnung oder am Fehlen der „Kiele“ des Gefieders äußern, doch gibt es auch abweichende Farbschläge wie bspw. Rotbraune, zimtfarbene, rein weiße, bunte und verschiedene pastellfarbene Varianten.