Reisfink

Padda oryzivora

Schutzstatus: Keiner

Paar- und Gruppenhaltung

Klasse Vögel
Ordnung Sperlingsvögel
Unterordnung Singvögel
Familie Prachtfinken
Gattung Reisfinken
Art Reisfink

Verbreitungsgebiet
Indonesien, Südchina und die Philippinen

Grösse
Ungefähr 13 - 14 cm

Lebenserwartung
7 - 10 Jahre

Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechter lassen sich nur mit Mühe voneinander unterscheiden. Aufmerksame Beobachter können sie jedoch am Schnabel erkennen, der beim Männchen dicker ist und eine intensivere Rotfärbung zeigt. Manchmal ist bei männlichen Vögeln auch der Augenring etwas deutlicher ausgeprägt. Um letzte Gewissheit zu erlangen, muss man die Vögel freilich längere Zeit beobachten: im Gegensatz zu den Weibchen singen die Männchen dieser Art nämlich.

Verträglichkeit
Diese Vögel eignen sich hervorragend für eine Gesellschaftsvoliere. Man kann sich auf ein Pärchen dieser Art beschränken, doch empfiehlt es sich, besser eine kleinere Gruppe anzuschaffen. Wenn die Voliere groß genug ist und alle Vögel sich frei entfalten können, braucht man nicht mit Problemen rechnen. Andere Vogelarten werden durchweg in Ruhe gelassen.

Unterbringung
Reisfinken lassen sich gleichermaßen in Außen- und Innenvoliere pflegen, eignen sich aber auch sehr gut als Stubenvögel. Um der Verfettung vorzubeugen, sollte man die Sitzstangen des Käfigs so anordnen, dass die Finken sich anstrengen müssen, um von einer Stange zur anderen zu springen. Eine Bepflanzung wird sehr geschätzt, ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Haltungstemperatur
Diese beliebten Ziervögel sind kräftig und widerstandsfähig. Es genügt völlig, wenn sie sich bei Kälte in frostsichere Schläge zurückziehen können. Nur in sehr strengen Wintern kann eine Unterbringung im Haus erforderlich werden.

Verhalten
Reisfinken sind überaus lebhafte Vögel, die ihre Voliere vollständig ausnutzen. An warmen Tagen baden sie gerne. Eine Keramikschale mit Wasser eignet sich dafür ideal. Entfernen Sie diese nach einigen Stunden, damit die Vögel nicht vom mittlerweile verschmutzten Wasser trinken.

Fütterung
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für das Wohlergehen Ihrer Spitzschwanzdamadine. Exoten Futtermischungen, als Hauptnahrung erfüllt alle Anforderungen. Für die abwechslungsreiche Ernährung ist es notwendig, dass Sie Ihrer Spitzschwanzamadine zusätzlich zum regulären Körnerfutter, Grünzeug, Leckerbissen und anderes für eine ausgewogene Ernährung anbieten.

Hauptfutter:

Pro Tier 1 EL pro Tag

Exotenfutter:

Die Grundmischung für Spitzschwanzamadinen besteht aus kleinen relativ weichen Sämereien wie Senegal-, Mohar-, Manna-, Japan-, Silber- und Kolbenhirse, mit Glanz- und Negersaat, die mit Wildsämereien angereichert ist. Wenn möglich sollten sie auch Sämereien der Zuckergrases oder andere unreife und reife Sämereien erhalten.

Keimfutter:

z. B. Großsittich Keim- und Quellfutter.

Grünfutter:

Löwenzahn und Vogelmiere sowie halbreife Grassamen, aber auch Gurkenscheiben.

Tierisches Eiweiss:

Tierisches Eiweiss in Form von Fluginsekten, frisch gehäuteter Mehlwürmern sowie ei- bzw. insektenhaltiges Weichfutter sollten Sie hin und wieder ruhig anbieten.

Knabbereien

Kolbenhirse und Exotenknabberstangen (aber bitte diese bei der täglichen Futtermenge berücksichtigen und nicht täglich verfüttern).

Trinkwasser

Täglich frisches Trinkwasser anbieten (bei grosser Hitze oder starker Verschmutzung auch öfter)!

Zusatzfutter:

Kalk- und Magengrit sollte immer zur Verfügung stehen.

Zucht
Reisfinken bauen selten „freie“ Nester, sondern bevorzugen geschlossene bzw. halb offene Nistkästen. Eine Grundfläche von 15 x 15 cm (bei ca. 20 cm Höhe) reicht dabei völlig aus. Das Nest wird – hauptsächlich vom Männchen – aus Heu, Grashalmen, Kokosfasern, Stroh u. Ä. gebaut.
Zum Auspolstern finden weiche Federn und Tierhaare Verwendung. Ein Gelege kann 4-6 weiße Eier umfassen. Männchen und Weibchen lösen sich beim Brüten ab. Nach etwa 13 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie werden von beiden Eltern mit Sämereien, aber auch Insekten in verschiedenen Stadien und Weichfutter versorgt.
Mit 28 bis 32 Tagen sind die Jungvögel flügge; da sie noch nicht für sich selbst sorgen können, bewachen und füttern die Eltern sie noch ein bis zwei Wochen (mit abnehmender Intensität). Im Alter von 3 Monaten zeigen sie die Erwachsenenfärbung. Gesunde Zuchtpaare können pro Saison mehrere Bruten aufziehen.

Mutationen
Neben der bekannten und beliebten grauen Wildform gibt es u.a. rein weiße, bunte, pastell- und isabellfarbene Vögel.

Besonderheiten
Bei Vogelliebhabern und solchen, die es werden wollen, erfreuen sich Reisfinken (Padda oryzivora) schon seit Jahren enormer Beliebtheit.